Costa Rica

Spannung & Erholung in Monteverde

16. September 2010 


Ein bisschen verspätet kommt hier auch der Reisebericht vom letzten Wochenende in Monteverde. Es war richtig richtig gut! Diesmal war die Tour eine von der Sprachschule angebotene, sodass wir nicht befürchten mussten, wieder am Wasserfall verloren zu gehen. Oh, zu dem Wasserfall gibt es vorab auch noch eine lustige Geschichte: Meine anderen Mitbewohner hier, Andreas und Arantxa, waren am letzten Wochenende (als wir in Monteverde waren), auch in Montezuma. Sie sind dann zu den Wasserfällen gegangen, hatten – natürlich – super Wetter, und haben uns auch noch auf die Nase gebunden, dass wir gar nicht alle Wasserfälle gesehen hatten. An dem großen, an dem wir gewesen waren, konnte man wohl noch einen Weg hochgehen /kraxeln, und dort war noch ein Wasserfall, wohl der schönste von allen. Naja, vorbei ist vorbei.

Nach Monteverde sind wir jedenfalls am Freitagmittag zu siebt aufgebrochen: Jonathan, Yvonne,Ines, drei Ami-Mädels, und ich. Und natürlich unser Fahrer, ein Mitarbeiter von der Schule. Schon die Hinfahrt war super, weil wir eine richtig schöne Aussicht auf die Berge und Wälder hatten, auch wenn das Ganze auf den Fotos leider nicht mal halb so beeindruckend rüberkommt. Aber natürlich waren auch hier die Straßenverhältnisse alles andere als gut – irgendwann gewöhnt man sich daran. In Sta. Elena, dem Ort in Monteverde angekommen, ging’s als erstes in unsere Unterkunft, Hotel Oasis. Im Vergleich zu Pensión Jenny am Wochenende vorher war das eine Steigerung von geschätzten 597 Prozent! Saubere Zimmer, schöne Bäder, und seeehr bequeme Betten! An dem Freitagabend haben wir nicht mehr viel gemacht, nur ein bisschen den Ort erkundet und dann Pizza ins Hotel bestellt und uns einen gemütlichen Abend gemacht. 

Am Samstag mussten wir früh raus, um 7.00 Uhr gab’s Frühstück und um halb 8 wurden wir abgeholt zum Canopy! Wir hatten zur Abwechslung mal richtig gutes Wetter, und das Canopy war einfach super! Man wird an Kabeln eingeklinkt, setzt sich hin und schwebt durch den Urwald. Leider ist es meistens so schnell vorbei, dass man die grandiose Aussicht gar nicht richtig genießen kann. Aber es gibt insgesamt 16 Kabel, mit einer Länge von bis zu einem Kilometer. Dabei gab’s dann auch ein paar Highlights:
  1. Der Rappel: Kann man sich vorstellen wie einen Flaschenzug, zwei Seile hängen komplett gerade herunter, man wird eingeklinkt, und dann langsam herunter gelassen, bestimmt 20 Meter insgesamt… Und zwischendurch mit einem Stückchen freiem Fall. Ich hatte ganz schön Schiss, aber als ich dann unten war, war es gar nicht mehr so schlimm ;) 
  2. Der Tarzan-Swing: Eine Riesenschaukel mitten im Urwald… Der Clou daran: Man springt von einer Plattform ab, und bis das Seil greift, sodass man tatsächlich schaukelt, vergehen ein paar Meter… also wieder freier Fall. Ich bin froh, dass ich von der Plattform herunter“geschubst“ wurde, alleine hätte ich mich nie getraut zu springen. Aber: das ganze Adrenalin hat sich gelohnt! Nachdem die ersten Schrecksekunden mit dem freien Fall vorbei sind, ist’s richtig super! 
  3. Der Superman: Zum Abschluss wird man am letzten Kabel nicht sitzend eingeklinkt, sondern auf dem Bauch liegend (bzw. hängend), sodass man dann durch die Luft schwebt wie eben Superman! Und von dort hat man eine suuuper Aussicht gehabt!
Hier gibt's noch ein schönes Video zum Canopy - zwar nicht von uns, aber man sieht ganz gut, wie das Ganze abläuft. Nach dem Canopy waren wir alle ziemlich müde, weil es anstrengender war, als gedacht, mussten dann aber noch zweieinhalb Stunden in Sta. Elena auf den Bus warten, der uns abholen sollte. In der Zeit haben wir etwas gegessen und sind dann alle fast eingeschlafen. Natürlich waren wir so schlau, die Sachen, die wir nicht mehr brauchten, schon vor dem Canopy Jerry, dem Mitarbeiter von der Sprachschule mitzugeben, da er mit dem Auto schon losgefahren ist, während wir noch beim Canopy waren. Was wir nicht bedacht hatten war, dass wir nach dem Canopy noch die lange Wartezeit in Sta. Elena hatten, und so hatte fast niemand von uns mehr Geld mit, sodass es dann Brot und Aufschnitt aus dem Supermarkt zum Mittagessen gab – andererseits eine gute Gelegenheit, um Geld zu sparen ;)

Aussicht vom Hotel
Am frühen Nachmittag ging es dann weiter zum Lago Arenal, Bötchen fahren. Das war richtig entspannend, und wir hatten sogar Glück und konnten den Vulkan Arenal schon vom See aus sehen! (normalerweise ist‘s dort oft bewölkt) Auf der anderen Seite des Sees angekommen fing’s natürlich gleich an zu regnen, sodass wir klitschnass waren, als wir wieder im Bus saßen. Wir sind dann weiter zu unserem Hotel in La Fortuna (der Ort beim Vulkan Arenal), das nochmal eine Steigerung zum Oasis war. Ich glaube, wenn wir dieses Wochenende an die Karibik fahren, müssen wir unsere Ansprüche erstmal wieder ein bisschen zurückschrauben!
Am Abend sind wir dann noch in ein Thermalbad gefahren, das richtig schön entspannend war! Es gab dort nur heiße Quellen, zwischen 36 und 63 Grad, wobei das Wasser dann zum Teil fast schon zu warm war. Aber nach dem anstrengenden Vormittag tat es trotzdem gut, dort einfach den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. In dem Bad war auch ein Restaurant mit dabei, in dem wir für 5000 Colones (ca. 7,50 Euro) ein super Buffet hatten, mit Suppe, Salat, Hauptspeise und zum Nachtisch Schokobrunnen!

Am Sonntagmorgen sind wir zu zwei natürlichen Flüssen gefahren, davon war einer auch mit warmem Wasser (ich hoffe, das lag nicht daran, dass oben an der Quelle ein Haufen Kinder stand und in den Fluss gepinkelt hat ;-)). Aber insgesamt fand ich den kalten Fluss eh schöner, weil das warme Wasser auf Dauer zu warm war, und der Fluss außerdem durch einen Gang getrennt war, der eher an eine Unterführung in Köln-Chorweiler erinnerte als an einen schönen natürlichen Fluss… Davon abgesehen hatte man aber auch an der warmen Quelle eine tolle Aussicht.

Anschließend ging’s wieder zurück in Richtung Heredia, auf dem Weg hierher haben wir zum Mittagessen noch einen Zwischenstopp gemacht. Insgesamt hat mir das Wochenende auf jeden Fall um einiges besser gefallen als das davor in Montezuma! Aber ich glaube, die Karibik an diesem Wochenende wird auch toll – noch besser wär’s natürlich, wenn ich mir gestern auf dem Straßenzug zum Unabhängigkeitstag nicht einen schönen Sonnenbrand eingefangen hätte… (Woher soll ich auch wissen, dass anderthalb Stunden Morgensonne hier schon so rote Haut machen???)


Abenteuerliches Montezuma
 
06. September 2010 

Und so schnell wird aus anderthalb Tagen eine ganze Woche… Der Tanzkurs letzte Woche war wider Erwarten richtig anstrengend, und ich hatte mit Jeans und Sandalen mit Absatz definitiv die falschen Klamotten an! 

Die erste Schulwoche liegt jetzt auch hinter mir, am Mittwoch habe ich eine Englischstunde gehalten, was sich angesichts der Tatsache, dass die Kinder weder zuhören, noch Englisch können, als ziemlich schwierig erwiesen hat. Die restliche Zeit war ich in einer 3. Klasse, in der ein Mädchen mit dem Down-Syndrom ist, und habe mit ihr gemalt oder irgendwas anderes gemacht. Diese Woche ist am Donnerstag Día del Niño, dann verkleiden sich wohl in der Schule alle, und mir wird wahrscheinlich ein Kuh-Kostüm aufs Auge gedrückt… Ich bin gespannt. Außerdem begleite ich demnächst den Musiklehrer, und bringe den Kindern dann „Alle meine Entchen“ oder „Fuchs Du hast die Gans gestohlen“ bei.

Zum Glück ist die Schule recht flexibel, sodass ich den Freitag frei bekommen habe, und wir schon am Donnerstagabend in Richtung Montezuma aufbrechen konnten! Wir sind zu viert mit dem Bus nach Puntarenas gefahren, von dort aus legt die Fähre auf die Halbinsel Nicoya ab, wo Montezuma liegt. In Puntarenas haben wir uns ein Viererzimmer im Hostel Cabezas genommen, das für die kurze Nacht von 22.30 bis 4.00 Uhr ganz ok war, wenn wir nicht einen Schnarcher und eine Im-Schlaf-Rednerin dabei gehabt hätten, die mich wach gehalten haben ;-)

Puntarenas im Morgengrauen
Am Freitag haben wir dann gleich die erste Fähre um 5.00 Uhr von Puntarenas nach Paquera genommen und konnten den Sonnenaufgang bewundern – auch wenn’s etwas bewölkt war, sah es echt schön aus! Von Paquera aus sind wir mit dem Bus weiter nach Cóbano, und von dort aus haben wir für die verbleibenden 7km nach Montezuma nochmal ne gute halbe Stunde gebraucht, was angesichts der Straßenverhältnisse aber auch nicht verwunderlich ist. – oh, sagte ich, „Straßen“-Verhältnisse? Ich sollte wohl eher sagen „schlammiger-Weg-mit-Schlaglöchern“-Verhältnisse.

Dusche bei Jenny...
In Montezuma angekommen, hatten wir alle ziemlichen Hunger, und wollten nur schnell unsere Sachen ins Hostel bringen, bevor wir uns ein leckeres Frühstück gönnen würden. Ich gebe euch einen Tipp: Sucht NIEMALS mit leerem Magen ein Hostel aus! Wenn man hungrig ist, trifft man dumme Entscheidungen – bei uns hieß diese Entscheidung Pensión Jenny,  und war auf den ersten Blick zwar ganz schön, aber auf den zweiten Blick nicht mehr so sehr, und auf den dritten eigentlich ziemlich dreckig: Flecken auf der Bettwäsche, Löcher in den Wänden (Gucklöcher zu den anderen Zimmern wurden einfach mit Kaugummi oder Pflastern zugeklebt), und ziemlich dreckige Sanitäranlagen. Aber gut, wir waren hungrig, da war uns alles egal! Gestärkt von einem ganz guten Frühstück haben wir uns dann kurz danach auf den Weg zu den (zumindest hier) berühmten Wasserfällen in Montezuma gemacht. Der Weg ging an einem Bach entlang, den man zwischendurch überqueren, und wo man anschließend ein bisschen rumkraxeln musste. Der Hinweg war aber echt schön, mitten durch den Dschungel, und am Bach entlang.

Am Wasserfall fing es dann leider an zu regnen, wir sind aber trotzdem noch ein bisschen schwimmen gegangen, und der Weg hatte sich auf jeden Fall gelohnt! Nach einer halben Stunde oder so haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht, doch als wir an der Stelle ankamen, wo wir zuvor den Bach (oder war es doch eher ein Fluss?) überquert hatten, hatte es dort schon so viel Wasser, dass die Strömung zu stark war, und wir einfach noch etwas weiter auf dieser Seite geblieben sind. Zum Glück kam dann aber noch eine andere Reisegruppe mit einem Führer, der sich dort auskannte. Wir sind dann wieder zurück bis zum Wasserfall gegangen und haben einen anderen Weg zurück genommen – ziemlich heftig, wie viel mehr Wasser so ein Wasserfall innerhalb von vielleicht einer Stunde haben kann! Das Wasser war zwar auch schon vorher nicht ganz klar gewesen, aber mittlerweile sah es eigentlich nur noch nach einer schlammigen Masse aus, und von dem Stück neben dem Wasserfall, wo wir unsere Sachen deponiert hatten, war auch nicht mehr allzu viel zu sehen! Wir sind dann mit der Ami-Reisegruppe und dem Einheimischen irgendwo mitten durch den Urwald gelaufen, da es immer noch am regnen war, sahen wir anschließend auch dementsprechend aus – mit matschigen Schuhen, nassen Haaren, und dreckigen Klamotten; aber froh, dass wir heile wieder unten waren. Und das Gute daran: Plötzlich sah auch das Hostel gar nicht mehr so schlimm aus :-)

Da uns das genug Abenteuer für das Wochenende war, sind wir am Samstag schon wieder zurück nach Hause gefahren – natürlich kam genau als wir fuhren die Sonne raus! Aber da wir noch eine Dreiviertelstunde auf unseren 12 Uhr-Bus warten mussten – mit der Pünktlichkeit haben die Ticos es ja nicht so –, hatten wir auch die Möglichkeit, uns noch ein bisschen zu sonnen. Und man mag es kaum glauben, aber ich habe mich in dieser kurzen Zeit tatsächlich fast verbrannt! Aber nur fast, denn mittlerweile ist aus dem Rot ein Braun geworden :-)

Nächstes Wochenende geht’s auf nach Monteverde und zum Vulkan Arenal, diesmal nehmen 
wir auch die von der Sprachschule organisierte Tour.


Heredia & Unterkunft

31. August 2010 

Nach anderthalb Tagen hier wird es mal Zeit für ein kleines Lebenszeichen ;-) Bin am Sonntag nach problemlosem Flug um 20:30 Uhr hier angekommen, und wie wurde ich begrüßt? Mit Regen! Da fühlt man sich doch gleich Zuhause. Mauricio, ein Mitarbeiter von COINED, hat uns (=Jonathan, Milva und mich) vom Flughafen abgeholt und zur Unterkunft in Heredia gebracht. Hier ist's ganz schön, allerdings sind wider Erwarten nur Deutsche hier, die alle mit AIFS hier sind. Mit Spanisch sprechen ist also bisher nicht allzu viel. Aber dafür sind alle supernett, ich glaub, hier lässt's sich aushalten! 

Haustiere haben wir auch, nämlich viele kleine Ameisen, die einen morgens schon in Küche und Bad begrüßen. Aber, man gewöhnt sich an alles! Joa, und nachdem ich gestern noch frei hatte und mir schonmal ein bisschen den Ort anschauen konnte, geht's heute los mit dem Projekt. Ich bin schon gespannt! 

Apropos Ort, Heredia ist ziemlich laut und dreckig, also nicht so wahnsinnig schön, aber dafür geht's am Wochenende auch auf nach Montezuma, ein kleiner Ort am Strand auf der Halbinsel Nicoya mit Wasserfällen in der Nähe. Spätestens nach dem Trip gibt's dann wieder viel zu berichten!

Heute Abend steht aber erst noch ein Tanzkurs auf dem Programm, mit Salsa, Merengue, und was sonst noch dazu gehört =) 
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Coming soon... 29. August bis 04. Oktober 2010

Volunteer & Travel mit AIFS


Dort werde ich für 4 Wochen in einem sozialen Projekt in Heredia mitarbeiten:

A Place to Grow

Zusammenarbeit mit den Lehrern und Verwaltungsmitarbeitern der Schule bei Bildungs- und Sportaktivitäten für die Schüler. Ein Ziel ist es, die Kinder in psychologischer und pädagogischer Hinsicht zu unterstützen, wenn nötig. 

Die Schule mit 600 Schülern liegt im Zentrum von Heredia und die Kleinen sind zwischen 6 und 12 Jahren alt, viele von ihnen aus armen Familien bzw. niedrigen sozialen Schichten

Und wie das Projekt läuft, erfährst Du exklusiv hier, wenn's soweit ist.

 

1 Kommentar:

  1. ,,,,,,,,dann passt aber gut auf, dass euch Montezumas Rache nicht trifft ;-))
    Trotz allem eine schöne Zeit.

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