Panama

Auch wenn es nur drei Tage waren, die ich in Panama verbracht habe, war's trotzdem so schön, dass dieses Land eine eigene Seite verdient hat. 

Dienstag, 28. September 2010

Am Dienstag ging es früh am Morgen los nach Panama. Nach einer sechsstündigen Busfahrt zur costaricanischen Grenzstadt Sixaola mussten. Über die Grenze zu kommen, war gar nicht so schwierig, wir waren innerhalb von fünf Minuten durch die costaricanische Migración, und konnten über eine unglaublich vertrauenserweckende Brücke rüber nach Panama gehen.

Der Park von Bocas del Toro
 Auf der anderen Seite der Brücke war es dann schon etwas komplizierter: 1 Dollar Einreisegebühr, danach gab's noch einen Stempel in den Reisepass, aber dafür musste man wiederum ein Ausreiseticket vorweisen können... Also runter zur Busstation, Ticket kaufen, Stempel holen. Zum Glück war auch das dann relativ schnell erledigt, und mit den vier anderen Deutschen, die ich im Bus kennengelernt hatte, habe ich mir ein Taxi nach Almirantes geteilt, von wo aus ein Boot zur wunderschönen Insel Bocas del Toro fuhr. Nach insgesamt knapp 10 Stunden kamen wir dort schließlich an. Das Hostel habe ich auch ohne Probleme gefunden, aber leider waren Andi und der Rest nicht da... Der Hotelmensch meinte, sie wären zu einem Strand gefahren, ich solle einfach ein Taxi dorthin nehmen. Gesagt, getan, das Taxi hat mich zum Strand La Cabana gefahren, aber dort war auch kein bekanntes Gesicht zu sehen. Also bin ich mit dem Taxi zurück zum Hostel gefahren, wo aber auch niemand war! Nachdem ich ein bisschen wie Falschgeld durch die Gegend gelaufen bin, dachte ich mir, was soll's, dann fährst Du halt allein zum Strand. Also wieder ins Taxi, wieder nach La Cabana, und ab ins Meer :-) Und es hat sich gelohnt, dort auszusteigen:



Zurück im Hostel waren auch Andi, Caro, Maren, Christoph und Eva da, und wir haben uns einen gemütlichen Abend in einem netten Restaurant direkt am Meer gemacht.

Mittwoch, 29. September 2010 

Nach einem gemütlichen Frühstück im Hostel mit Cornflakes, Milch und Bananen, wie eigentlich immer, haben wir uns auf gemacht zu unserer Tagestour, die wir am Dienstag gebucht hatten: Delfinbucht, Strand und Schnorcheln standen auf dem Programm! Und für 20 Dollar wurde uns dort einiges geboten. In der Delfinbucht bekamen wir tatsächlich richtig viele Delfine zu sehen, die aber leider nur schwer auf Fotos einzufangen sind. Ein Gutes habe ich dennoch hinbekommen:
Anschließend ging's mit unserem Bötchen weiter zu einem Restaurant direkt am Meer, wo wir eine kurze Pause eingelegt haben - Delfine angucken ist aber auch anstrengend!

Und das Wasser dort war so unglaublich klar...
Gut erholt von diesem ganzen "Stress", ging es dann weiter auf die Isla Zapatilla... und dem wohl schönsten Strand der Welt! Ich glaube, da sagen Bilder mehr als tausend Worte...



Nachdem wir fast drei Stunden auf dieser traumhaften Insel verbracht hatten, ging es weiter zum Schnorcheln. Ungefähr eine Stunde und ein paar Schwimmhäute später hatten wir schöne Unterwasserpflanzen, Fische und Seegurken gesehen - ein bisschen Wasser geschluckt natürlich auch, aber ein bisschen Schwund ist ja immer!




Um 16.30 Uhr waren wir wieder zurück in Bocas, und waren alle fix und fertig. Zum Abschluss des Tages haben wir uns (mal wieder) ein leckeres Abendessen gegönnt. Diesmal gab's - typisch panamesisch (panamisch? panamano?) - lecker Pizza!


Donnerstag, 30. September 2010


Den Tag haben wir - wie sollte es auch anders sein - am Strand verbracht! Oh, aber vorher wurden wir noch zum Frühstück eingeladen. In unserem Hostel war ein Pärchen aus den USA, beide um die 50, und wir haben uns ein bisschen mit ihnen unterhalten. Die beiden waren total lieb, und haben uns dann vor dem Hostel getroffen, als wir frühstücken gehen wollten. Kurzerhand meinten sie dann, sie würden uns gerne das Frühstück spendieren, und ein Nein haben sie nicht akzeptiert. Als wir dann zu sechst nur für 15 Dollar bestellt hatten - wir wollten ja nicht unverschämt sein -, meinte der Mann, ob wir denn auch sicher wären, dass jeder was bestellt hat. Jedenfalls war es total süß von den beiden, dass sie uns einfach so, ohne uns zu kennen, zum Frühstück eingeladen haben. Ich glaube, mit denen muss ich den Kontakt halten, wer weiß, wofür sowas mal gut sein kann ;-)
Anschließend sind wir dann zur Playa Estrella gefahren, der Strand war nicht gaaaanz so schön wie der vom Mittwoch, aber dafür gab's haufenweise Seesterne (deshalb auch der Name des Strandes). Wir haben zwischendurch Besuch von einem abgemagerten, herumstreunenden Hund bekommen, einen ganzen Schwarm von springenden Fischen gesehen, und durften die Gesellschaft von gefühlten 5.000 Wasserflöhen genießen. Ich glaub, jetzt hab ich die Krätze! Zumindest habe ich überall kleine Pusteln am ganzen Körper, die jucken, dass es zum Verrücktwerden ist! Aber ansonsten war der Strand wie gesagt sehr schön. Da die Flöhe unter Wasser nicht stechen können, haben wir einfach die meiste Zeit im Wasser verbracht, Fische und Krebse beobachtet und Seesterne geärgert - ich vermute zumindest, dass sie verärgert waren, nachdem wir sie die ganze Zeit angefasst und hochgehoben haben. Immerhin weiß ich jetzt, dass sich Seesterne ungefähr wie Massagebälle mit Noppen anfühlen. Vielleicht sind auch einfach die Massagebälle den Seesternen nachempfunden, wer weiß...

Am Abend mussten wir dummerweise schon wieder Essen gehen, da wir in der Hostelküche nicht kochen konnten. Anschließend haben wir uns noch mit einem Bier in den Park gesetzt, bis die Polizei uns aufgeklärt hat, dass man in der Öffentlichkeit nicht trinken darf. So haben wir uns dann einfach auf den Balkon des Hostels gesetzt, und darauf gewartet, dass es vielleicht zumindest ein bisschen abkühlt, damit wir nicht mehr so schwitzen würden, aber es blieb bis in die Nacht hinein warm... Zu dumm aber auch ;-)

Damit war unser Kurzurlaub in Panama auch schon wieder zu Ende, denn am Freitag sind wir früh wieder zurück aufs Festland gefahren und saßen fast den ganzen Tag im Bus zurück nach San José!